Körperbildarbeit:
Unser Körpererleben drücken wir häufig sehr gerne in Bildern aus. So haben wir Flugzeuge im Bauch,
einen Kloß im Hals oder unser Rücken ist steif wie ein Brett. Manchmal werden auch unsere einzelnen
Organe zu "handelnden Personen". Dann hüpft unser Herz, der Hals kratzt oder der Magen drückt.
Diese Fähigkeit, uns in Bildern auszudrücken, nutzen wir in der Körperbildarbeit, um Zugang zu unserem
Körpererleben und unseren Empfindungen zu bekommen. Hier wird gezielt nach bildhaften Vorstellungen
gefragt, sie dürfen lebendig werden, Gestalt annehmen und in Bewegung gebracht werden.
Beschäftigen wir uns mit unserem Körperbild, stoßen wir auf vielfältige Erfahrungen, die im Laufe unseres
Lebens in dieses eingeflossen sind. Eigene, schöne und positive Erfahrungen, aber auch "übergestülpte"
Fremdbilder kommen zu Tage. Erfahrungen aus der persönlichen Lebensgeschichte, aber auch Einflüsse unserer
kulturellen oder geschlechtsspezifischen Erziehung können sichtbar werden.
So ist es auch möglich, daß positive oder negative Erinnerungen in den Vordergrund treten, bewußte oder
unbewußte Einstellungen zu uns und unserem Körper können erkennbar werden.
Bericht einer Klientin
Das Körperbild ist jedoch nicht statisch, es wird nicht irgendwann einmal entwickelt und bleibt dann für
immer so. Es ist in Bewegung, ein Prozeß, und dies ermöglicht uns, evtl. festgefahrene und erstarrte Muster
aufzugreifen, zu bewegen und zu verändern.
Praktisches Vorgehen:
Tanz und Bewegung, Wahrnehmungsübungen, Körper- und Fantasiereisen, gestalterische Mittel, wie Papier und Farben,
werden uns unterstützen, Zugang zu unserem Erleben zu bekommen und dieses auszudrücken. Gleich einer Reise durch
unseren Körper, werden wir Schritt für Schritt, Bilder und Geschichten, die unser Körper erzählt, in unser (gemaltes)
Körperbild einfließen lassen.
Beispiele aus der Körperbildarbeit:
Körperbildarbeit ist in Gruppen- und Einzelarbeit möglich.
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